Open-Access-Tagungsband erschienen

dcr

Im Februar 2014 veranstalteten Martin Emmer und ich in Berlin eine Fachtagung mit dem Titel »Kommunikationspolitik und Medienregulierung in der digitalen Gesellschaft«. An anderer Stelle hatte ich dazu bereits einen kurzen Beitrag geschrieben. Diese Woche ist nun endlich der entsprechende Band zur Tagung erschienen. Und ich freue mich sehr, dass er die neue Open-Access-Reihe der Fachgruppe ›Computervermittelte Kommunikation‹ mit dem Namen »Digital Communication Research« eröffnet, an der die fünf Herausgeber/innen Martin Emmer, Christina Schumann, Monika Taddicken, Martin Welker und ich so lange gearbeitet haben.

Der Band trägt in Anlehnung an die Tagung den Titel »Kommunikationspolitik für die digitale Gesellschaft« und vereint insgesamt elf Beiträge plus Vorwort und Einleitung. Enthalten sind ein programmatisches Essay zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik (Brosda), eine Begriffsanalyse zum Konvergenzbegriff (Vowe & Henn), eine Typologie von Medienregulierungsstilen in Europa (Arnold), ein Ansatz zur Neuregulierung des Suchmaschinenmarktes (Schuster et al.), Studien zur Rolle von Sina Wabo in China (Rauchfleisch & Mayoraz), der Kommentarkultur in Schweizer Online-Zeitungen (Friemel & Dötsch), dem Nichtkommerziellen Rundfunk in Österreich (Real & Krone) sowie Untersuchungen zu den Debatten über ACTA (Tonndorf), das Leistungsschutzrecht (Ganter & Maurer), Netzneutralität (Löblich & Musiani), SOPA und das Zugangserschwerungsgesetz (Sell & Berghofer). Nach einem intensiven und aufwändigen Reviewverfahren sind wir nun sehr zufrieden mit dem Band. Denn er bedeutet nicht nur den Abschluss der Tagung, sondern eben auch den Auftakt der ersten offiziellen Open-Access-Reihe der DGPuK.

Für die Reihe werde ich fortan die Redaktion übernehmen. Neben der Verwaltung der Homepage, der Organisation der kommenden Bände und der Kommunikation mit den Autorinnen und Autoren sowie den Herausgeberinnen und Herausgebern ist dabei vor allem der Aufbau einer angemessenen Infrastruktur nötig, die sowohl verlässlichen Zugriff als auch breite Sichtbarkeit garantiert. Dazu arbeiten wir unter anderem mit dem Social Science Open Access Repository (SSOAR), der Registrierungsagentur für Sozial- und Wirtschaftsdaten da|ra und dem Data Sharing Repositorium datorium zusammen. Ebenfalls wichtig sind uns außerdem eine strenge Qualitätssicherung, ein schneller Veröffentlichungsprozess und ein vorzeigbares Layout. Ziel ist es, unserer Fachgesellschaft, aber auch anderen sozialwissenschaftlichen Fächern zu zeigen, dass eine Open-Access-Buchpublikationen erhebliche Vorteile und mit sich bringt, ohne dass dafür besondere Nachteile zu befürchten sind. Mit diesem ersten Band ist uns das aus meiner Sicht sehr gut gelungen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s