Rezensionen zweier Twitter-Bücher

klee

Zwitscher-Maschine, von Paul Klee (1922)

Die Redaktion der Zeitschrift Medien & Kommunikationswissenschaft (M&K) hat mich vergangenes Jahr darum gebeten, die beiden Bücher »Twitter. Social Communication in the Twitter Age« von Dhiraj Murthy und »Twitter and Society« von Katrin Weller, Axel Bruns, Jean Burgess, Merja Mahrt und Cornelius Puschmann zu rezensieren. Diese beiden Rezensionen sind nun in den ersten zwei Heften des Jahrgangs 2014 erschienen.

Die für mich wichtigste Erkenntnis, die mit diesen beiden Rezensionen einherging, war, dass dieses Format sehr viel Spaß bringt. In beiden Fällen habe ich mir zwei, drei Tage Zeit genommenen und mich mit Buch und Stift in diversen Berliner Cafés und Bars versteckt. Dass es bei der Lektüre viel zu lernen gab, hat darüber hinaus das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Nach der Lektüre war das Runterschreiben der Rezensionen dann ziemlich einfach. Der Text ordnet sich schon beim Lesen, die eigene Meinung ist wie immer schnell formuliert und gute Beispiele hat man sich ja zahlreich anstreichen können.

Nun haben es mir die beiden Bücher aber auch nicht sonderlich schwer gemacht. Beide ließen sich sehr gut lesen, waren klug strukturiert und sehr informativ – auch für jemanden, der selbst schon seit ein paar Jahren twittert. Insbesondere »Twitter and Society« war eine Freude, weil es sich dabei um ein wissenschaftliches Lesebuch handelt, wie ich es mir wünsche. Meine Zusammenfassung: »Der Band vereint eine Einführung in die zentralen Konzepte und Methoden der Twitter-Forschung, eine Übersicht über den aktuellen forschungsstand sowie verschiedene theoretische Ansatzpunkte, die bei der Analyse und Einordnung des Gegenstandes helfen.« (S. 306)

Aber auch »Twitter. Social Communication in the Twitter Age« hat mir gut gefallen. Nur in theoretischer Hinsicht hat mich das Buch enttäuscht: »Theorie wird hier jedoch in erster Linie als besser formulierte Metapher eingesetzt, die einige der Argumente des Autors anschaulich unterstützen soll« (S. 110). Vielmehr eignet es sich aufgrund der guten Leserführung und den vielen hilfreichen Beispiele als Einstieg ins Thema. Mein Fazit hier: »Insgesamt handelt es sich bei dem Buch um eine gelungene Einführung und Übersicht über Twitter als Gegenstand interdisziplinärer Forschung. Für die Medien- und Kommunikationswissenschaft eignet es sich sicher gut als Einstiegsliteratur in Seminaren; darüber hinaus aber liefert Murthy mit seinem Werk nicht viel mehr als eine anschauliche, vor allem aber ausschnitthafte Aufarbeitung der Forschung insbesondere zu den vier vorgestellten Themengebieten.« (S. 111)

 

Nachweise

Strippel, C. (2014). Rezension: Dhiraj Murthy (2013): Twitter. Social Communication in the Twitter Age. Cambridge: Polity Press. Medien & Kommunikationswissenschaft, 62(1), 110-111.

Strippel, C. (2014). Rezension: Katrin Weller / Axel Bruns / Jean Burgess / Merja Mahrt / Cornelius Puschmann (eds.) (2014): Twitter and Society. New York: Peter Lang. Medien & Kommunikationswissenschaft, 62(2), 305-306.

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